01.07.2018      

Oderbruch Museum Altranft - Lob und Freiheit der Bauern

Lob und Freiheit des Bauern
Eröffnung der Jahresausstellungen

Am ersten Juli präsentieren wir die neuen Ausstellungen zum Jahresthema Landwirtschaft, die auf der Basis unserer diesjährigen Recherchen und Befragungen von Landwirten der Region erarbeitet wurden. Dies sind:

Galerie im Schloss
Das Oderbruch und seine Landwirtschaft Als Erweiterung und Fortsetzung unserer Ausstellung „Das Bruch und sein Wasser“ stellen wir hier Strukturen und Bilder der regionalen Landwirtschaft vor. Welche Betriebsformen finden wir im Oderbruch, wie lassen sich seine Böden charakterisieren? Wie sehen die Landwirte selbst ihren Beruf und wie hat sich die Landschaft unter dem Einfluss der Bewirtschaftung verändert? Die Landwirtschaft bildet damit die zweite Schicht unserer Dauerausstellung zum Oderbruch.

Ziegelscheune auf dem Berg-Schmidt-Hof
Lob des Bauern
Ein Lob des Bauern in dieser Zeit? Dem Berliner Kurator und Künstler Dr. Michael Fehr ist es durchaus ernst mit seinem Leitmotiv, wenn auch in speziellem Sinne. Fehr zeigt die ungeheuer gewandelten Stoff- und Energieströme in der modernen Landwirtschaft und zeichnet von hier aus die enorm gestiegenen Anforderungen des Landwirtschaftsberufs nach. Von hier aus wirft er einen Blick in die Zukunft. Wie könnte die Landwirtschaft in zehn oder zwanzig Jahren aussehen?

Wohnhaus auf dem Berg-Schmidt-Hof
Das Erbe der freien Bauern
Ein freier Bauer – das ist ein Widerspruch in sich. Man ist von früh bis spät gebunden, oft in Sorge und hat wenig Urlaub. Dennoch gibt es die Vorstellung von Freiheit in der Bauernschaft und gerade im Oderbruch hat sie Spuren hinterlassen. Menschen aus vielen Teilen Europas sind hierhergekommen, um als freie Bauern zu leben und noch heute finden wir Akteure, die es aus diesem Grunde ins Oderbruch kommen. Im Rahmen des Themenjahres von Kulturland Brandenburg „Brandenburg in Europa – Europa in Brandenburg. Europäisches Kulturerbe im Land Brandenburg“ sind wir diesen Spuren anhand der bäuerlichen Gebäude und Anlagen nachgegangen.
In der Feldsteinscheune auf dem Berg-Schmidt-Hof: Taratouphle – oder wie die Kartoffel ins Oderbruch kam Ein Theaterstück des Kindergartens auf dem Land Altranft, der sich auch dieses Jahr auf das Jahresthema des Oderbruch Museums eingelassen hat und eine wichtige Feldfrucht ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Kinder wie der Besucher rückt. Das Stück wurde zusammen mit der Musikerin Heike Matzer erarbeitet.
Zeit: 14.00 Uhr

Im Schlosspark:
Musikperformance
von Lutz Glandien (Collagen, Keyboard, Spiegelharfe, Flöten, Hulusi, Perkussion)
und Sören Birke (Mundharmonika, Maultrommel, Duduk, Hirtenflöte, Kalimba)

10.40 Uhr Vögel im Oderbruch – Collage aus Vogelstimmen, Geräuschen und Instrumentalklängen. Zu hören sind Vögel der Feldflur wie Goldregenpfeifer, Bekassine, Feldlerche, Wachtel, Kiebitz, Grauammer, Graugans, Feldschwirl, Drosselrohsänger, Singschwan, Kranich, Waldohreule.

13 Uhr Böden und Gesellschaft - Collage aus Interviews mit Landwirten aus dem Oderbruch, Sprecher: Jens-Uwe Bogadtke.

15 Uhr Paradies (Konzertcollage)

Eintritt frei
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